2010 / 2011/ 2012 MARY, MARY von Jean Kerr ... Eine brillante Beziehungskomödie, die menschliche Schwächen liebevoll ironisiert ... Mary, eine spröde, aber warmherzige Frauenfigur unserer Tage ... im Spannungsfeld zwischen Gefühl und Verstand ... Fünf traumhafte Rollen – erstklassig besetzt ... trockener Witz ... scharfe Beobachtung der tagtäglichen Absurditäten des Lebens ... glänzende Pointen ... Witz, Frechheit und Charme ...2011 / 2012 LEONCE UND LENA von Georg Büchner ... satirisch und poetisch, komisch und romantisch, philosophisch und zitatenreich ... ein ungeheuer moderner und gleichzeitig atemberaubend schöner Text ... kein harmloses Lustspiel, eine zeitlose Gesellschaftssatire, verpackt in eine romantische Liebesgeschichte ... Ironie, Witz und Heiterkeit versprechen eine kurzweilige Unterhaltung ...

Neuproduktion Herbst 2011

LEONCE und LENA

Ein Lustspiel der Liebe von Georg Büchner

Tourneefassung Thomas Stroux,
  Große Besetzung – Live Musik
keine Tantieme, keine Gema

Besondere Konditionen bei einer 2. Vorstellung für Schulen

 

         20. Sept. – 30. Okt. 2011, 8. – 31. Jan. 2012

Laut IG-Beschluss Vorankündigung ab Mai 10, kompletter Spielplan ab 1.9.10,
ab 25.9.10 alle Details, mit Katalogversand ab 4.10.10 rechtsverbindlich


Fotos zur Produktion                                Pressereaktionen
                               ab Anfang Oktober 2011

Ivanka Brekalo

Über 330 Folgen in 5 Staffeln
seit 2005 - 2008 und 2009 als 
EMMA täglich im TV.

Christof Arnold

Über 500 Folgen in 3 Staffeln,
2006 bis 2008 als  GREGOR
täglich im TV.

L E O N C E  und  L E N A  ist poetisch-märchenhaftes Lustspiel und kabarettreife Polit-Satire zugleich. Der 23-jährige Georg Büchner schrieb das Stück 1836, und von den wenigen klassischen deutschen Komödien ist dies bei weitem die modernste und heutigste. In der Form ihrer Zeit weit voraus.

Um einem breiten Publikum in unseren Vertragsstädten den Zugang zu erleichtern, haben wir für die Titelrollen Superstars engagiert, die aus vielen hundert Folgen der Telenovela STURM DER LIEBE außergewöhnlich bekannt und beliebt sind, mit einer Unzahl von Fanclubs.

Beide sind aber auch sehr gute Bühnenschauspieler. Ohne das würde ich als Regisseur dieses wunderbare Stück nicht erarbeiten wollen. Und jeder Zuschauer wird sich an der Heiterkeit und Leichtigkeit der Beiden erfreuen, ohne daran zu denken, dass es sich um einen „Klassiker“ handelt.

Alle guten Absichten sind nichts wert, wenn sie nicht bezahlbar sind. Darum haben wir eine Fassung für acht Personen erstellt, mit dramaturgisch begründeten Doppelbesetzungen und einem wunderbaren Musiker, um die vielen musikalischen Bezüge Büchners zeigen zu können. Das gute Vorausinteresse ermöglicht  einen Bruttopreis unter € 7000,- !
 Keine Tantieme!!   Keine Gema!!


"Was bedeutet der Knopf, an was wollte
ich mich
erinnern?"

König Peter

Thomas Stroux


"Das ist's: Ich wollte mich an mein
Volk erinnern."

 

Besetzung

Regie u. Tourneebearbeitung
Bühne

König Peter, vom Reiche Popo
Prinz Leonce, sein Sohn
Prinzessin Lena, vom Reiche Pipi, Rosetta
Valerio, Hofnarr
Gouvernante, Zeremonienmeister
Hofmeister, Präsident des Staatsrats, Schulmeister
Hofprediger, Polizeidiener, Bedienter, Musiker
Landrat, Polizeidiener, Bedienter

Thomas Stroux
Rolf Doerr

Thomas Stroux
Christof Arnold
Ivanka Brekalo
Petra Liederer

Sylvia Reisinger
Robert Rigler
Bela Fischer

Michael Secchi

 

Inhalt:

Das Königreich Popo wird von einem König und einer Bürokratie regiert, die in ihrer Weltfremdheit und Ahnungslosigkeit an manche heutige Politiker und Beamte erinnern.

Prinz Leonce liegt melancholisch im Gras, räsoniert mit seinem Freund Valerio (einer Art Hofnarr) geistreich über den Sinn des Lebens, weiß aber letztlich nichts mit sich anzufangen - auch nicht mit Rosetta, seiner Geliebten. König Peter braucht einen Knoten im Taschentuch, um sich an sein Volk zu erinnern. Er will seinen Sohn mit der ihm völlig unbekannten Prinzessin Lena vom Königreich Pipi vermählen. Leonce flieht deshalb mit Valerio nach einem utopischen Italien. Auf dem Weg begegnen ihnen Prinzessin Lena und ihre Gouvernante. Die beiden sind ebenfalls auf der Flucht vor der erzwungenen Heirat, auf der Suche nach der "wahren Liebe". Leonce verliebt sich ahnungslos in die ihm versprochene Braut und gesteht ihr seine Liebe. Nach dem ersten Kuss träumt er vom Liebestod, was Lena aber keineswegs gefällt. Valerio bringt ihn dazu, "nicht unter dem Rasen zu schlafen, sondern darauf". 
Im Schloss sind der König und sein Gefolge in großer Trauer, weil ohne Prinz keine Hochzeit stattfinden kann. Da sehen sie an der nahen Grenze die Gouvernante, Lena, Leonce und Valerio auftauchen. Das Liebespaar hat sich verkleidet und wird von Valerio als die „zwei weltberühmten Automaten“ angepriesen, die alle Funktionen menschlichen Lebens perfekt erfüllen können. König Peter beschließt, die Hochzeit ersatzweise mit den „Automaten“ als Braut und Bräutigam zu feiern. Während der Zeremonie nehmen die beiden Königskinder ihre Masken ab und müssen erfahren, wer sie sind. Leonce, fasziniert von der „Vorsehung“, akzeptiert sein Los als König. Auch Lena fügt sich in ihre neue Rolle. Valerio erklärt sich zum Staatsminister, verkündet ironisch das Ende der bestehenden Ordnung und lässt die Arbeit abschaffen.

Ein gelangweilter junger Mann bleibt im Ausbruchsversuch aus seinem spießigen Umfeld stecken. In witzigen Wortspielen und mit einer Fülle poetisch-ironischer Aphorismen wird die Leere einer Gesellschaft gezeigt, die vor lauter Betriebsamkeit mit dem wirklichen Leben nichts anzufangen weiß. Das war 1836 nicht anders als heute...

Ein wunderschönes Liebesmärchen voll übermütiger Heiterkeit, aber auch Melancholie, verbunden mit komödiantischer Kritik an einem selbstgefälligen Beamtenstaat.

Georg Büchner  
wurde am 17. Oktober 1813 als ältestes Kind des Chirurgen Ernst Karl Büchner und dessen Ehefrau Caroline bei Darmstadt geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Darmstadt immatrikulierte Georg Büchner am 9. November 1831 an der medizinischen Fakultät in Straßburg und wurde dort von dem Pfarrer Johann Jakob Jaeglé aufgenommen, mit dessen Tochter Luise Wilhelmine Georg Büchner sich im Juli 1833 verlobte. Am 31. Oktober 1835 wechselte er zur Universität Gießen.
Gegen die reaktionären Zustände im Großherzogtum Hessen gründete Georg Büchner im Frühjahr 1834 die "Gesellschaft der  Menschenrechte" und verfasste zusammen mit Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig aus Butzbach die Flugschrift "Der Hessische Landbote", in der es hieß: "Friede den Hütten, Krieg den Palästen". Weil Georg Büchner deshalb steckbrieflich gesucht wurde, floh er im März 1835 nach Straßburg.
Im Jahr darauf promovierte er in Zürich mit einer Dissertation über das Nervensystem der Barben (3. September 1836) und wurde nach einer Probevorlesung mit dem Titel "Über Schädelnerven" 1836 als Privatdozent für vergleichende Anatomie von der Philosophischen Fakultät beschäftigt.

Wenige Monate später, am 19. Februar 1837, starb der Dreiundzwanzigjährige in Zürich an den Folgen einer Typhuserkrankung.
1835 hatte Georg Büchner sein erstes Drama veröffentlicht: "Dantons Tod". Erst die Expressionisten erkannten Anfang des 20. Jahrhunderts seine literarische Bedeutung.

Werke:            1834 Der Hessische Landbote, 1835 Dantons Tod