Meine erste, ganz eigene Produktion war LYSISTRATE, eine Komödie mit einem nicht geringen thematischen Anspruch: Aber Gott sei Dank hatten wir mit unserer Produktion für Sie, unsere treuen Abnehmer in den Städten, den richtigen Ton für heute gefunden, mit begeisterten Zuschauern und Kritiken und insgesamt 60 Vorstellungen.
Es folgte die KOMÖDIE IM DUNKELN von Peter Shaffer mit insgesamt über 90 Vorstellungen. Alle Kritiken finden Sie unter dem jeweiligen Produktionslink.
Im Herbst 2007 folgte ein literarischer Leckerbissen, die Komödie BUNBURY von Oscar Wilde, in einer sehr frischen Neuübersetzung; mit der Wiederholung 50 Vorstellungen.
Zur über fünfzigjährigen Geschichte des GRÜNEN WAGENS gehörte immer auch das große Schauspiel. Und in dieser Tradition brachten wir Ihnen in der Spielzeit 2008/09 etwas wirklich Einmaliges, ein Stück Welttheater, das erstaunlicherweise ganz selten auf Tournee war:
WIR SIND NOCH EINMAL DAVONGEKOMMEN von Thornton Wilder
Durch die Weltfinanzkrise war dieses Stück von einer packenden Aktualität! Das Publikum war ganz besonders dankbar für unsere behutsame, sehr heutige Fassung und den wunderbar leichten Ton des vierfachen Pulitzer-Preisträgers Thornton Wilder.
Alle Informationen dazu finden Sie unter dem entsprechenden LINK .
Im Herbst 2009 folgt dann wieder ungetrübte Unterhaltung mit der Kriminalkomödie HEIRATEN IST IMMER EIN RISIKO von Saul O'Hara. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sich hinter diesem Pseudonym kein Geringerer verbirgt, als der erfolgreichste deutsche Autor der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Peter Hacks.
In der Spielzeit 2010/11 bemühe ich mich ganz besonders auf die deutlich schwierigere finanzielle Lage vieler Vertragspartner Rücksicht zu nehmen. Das wird bei gleichbleibender Qualität durch eine etwas kleinere Besetzung gelingen.
MARY, MARY ist eine brillante, berührende Beziehungskomödie, mit glänzenden Dialogen, fünf hervorragenden Rollen und ist eines der erfolgreichsten Stücke der deutschen Theatergeschichte.
Meine Beziehung zum Tourneetheater
Seit über 30 Jahren spiele ich große Rollen auf Tournee, und seit gut 20 Jahren inszeniere ich für große Tourneeunternehmen – Klassiker, Komödien, Boulevard. Alles mit der gleichen Ernsthaftigkeit, dem gleichen Engagement und der gleichen Freude.
Seit 2003 habe ich bei Prof. Jürgen Wilke in der Direktion des GRÜNEN WAGENS mitgearbeitet und den Spielplan gestaltet. 2005 bin ich dann selbst Unternehmer geworden. Und bei Ihnen – den für die Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz Verantwortlichen - in dieser Funktion, wie ich glaube, genauso erfolgreich gewesen, wie bisher als Schauspieler und Regisseur.
DER GRÜNE WAGEN ist ein Unternehmen mit einer sehr langen und ernsthaften Tradition. Dieser Tradition fühle ich mich gerade in einer immer härter und finanziell enger werdenden Zeit verpflichtet. Und ich danke Prof. Wilke für sein Vertrauen.
Verpflichtet fühle ich mich auch der Erinnerung an Erich Kuhnen, der mich 10 Jahre lang alle Formen des Tourneetheaters hat ausprobieren lassen. Menschlich und in der künstlerischen Verantwortung besonders geprägt hat mich Margot Medicus (bühne 64), die leider viel zu früh verstorben ist.
Ich freue mich über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Konzertdirektion Schlote.
Um als kleines Unternehmen in diesen finanziell so schwierigen Zeiten wettbewerbsfähig zu sein und gleichzeitig eine möglichst hohe Qualität garantieren zu können, bringe ich pro Spielzeit nur eine Neuproduktion heraus. Ich spiele auch in jeder Produktion mit. Das gehört zu meiner "Corporate Identity", was bedeutet:
Jeden Abend, den DER GRÜNE WAGEN veranstaltet, stehe ich Ihnen auch als Ansprechpartner unmittelbar zur Verfügung. Ich bin für Sie da , bemühe mich Ihre Interessen und Wünsche zu erfahren und zu verstehen - und daraus zu lernen. Sie haben das Recht für Ihre Arbeit und Ihr Engagement eine entsprechende Gegenleistung zu bekommen. Und wenn ich es schaffe, dass Ihr Publikum zufrieden und glücklich ist, dann kommt Ihr Publikum auch wieder - und damit DER GRÜNE WAGEN auch wieder zu Ihnen....
Ich werde mich bemühen die nötige Qualität in allen Bereichen aufrecht zu erhalten und Ihnen mit allen Produktionen des GRÜNEN WAGENS viel Freude zu bereiten.
Am 5. Juni 2007 wurde ich für meine Verdienste um die Kultur im gesamten deutschsprachigen Raum mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Diese Auszeichnung beinhaltet dezidiert die Aufforderung meine Bemühungen mit dem gleichen Anspruch fortzusetzen.
In diesem Sinne bin ich
Ihr

Seit April 2006 ist DER GRÜNE WAGEN wieder Mitglied in der Interessengemeinschaft der deutschsprachigen Tourneeunternehmen.
Auszug aus der LAUDATIO von Prof. Jürgen Wilke zur Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich an Thomas Stroux am 5. Juni 2007:
Hugo v. Hofmannsthal schrieb: Künstler untereinander verstehen sich nicht als Künstler, sondern als Handwerker! Das ist genau der Aspekt, heute zu Dir und über Dich zu sprechen. Du wolltest, so sehe ich Dich, mit Deiner künstlerischen Persönlichkeit Übereinstimmung finden zwischen der Dichtung und ihrer Darstellung, zu Deinem und unserem Vergnügen.
Qualität ist für Dich Voraussetzung. Du hast eine eigene Handschrift in Deiner Arbeit, die merkbar und deutlich in Deinen Inszenierungen zu erkennen ist. So wie Du mit deiner Sprache unverwechselbar erkannt wirst. Ich möchte über Dich als ehrlichen Arbeiter in unserem Weinberg der Kunst sprechen. Dazu möchte ich ein Bekenntnis von Giorgio Strehler zitieren, für uns, lieber Thomas, ein vorbildliches Spiegelbild. Ich glaube an das Theater, dass man auf der Bühne macht, für andere und mit Hilfe der anderen. Unser Beruf ist, anderen Geschichten zu erzählen. Theater als menschliche Arbeit. Liebe zum Handwerk, das Handwerk ausüben und stolz ausüben. Jede Aufführung hat ihr Kennzeichen, das entwickelt wird aus dem Stück, dem Sujet und dem für uns Heutige noch gültigen Wahrheitsgehalt, ohne billige Aktualisierung oder Mode.
Ich grüße Dich, lieber Thomas, an diesem Festtag Deines so reichen Lebens als Schauspieler, Regisseur und auch als Direktor mit einem Zitat von Winston Churchill:
Es gibt Leute, die halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere meinen, der Unternehmer sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne. Nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht!
Glück auf diesen Wegen und
Toi, Toi, Toi.